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DorfLADEN Linsburg
w.V.
Dokumentation und Koordination des Vereins ❉ Dorfladen Linsburg w.V. ❉
w.V. = Wirtschaftlicher Verein
Informationen über die Weiterentwicklung und den Betrieb eines Dorfladens
Informationen über den Betrieb eines Dorfgemeinschaftshauses
Eröffnung des Dorf-Ladens am 08. März 2018
50 Linsburgerinnen und Linsburger arbeiten an diesem Projekt
Finanzierung über den Verkauf von Geschäftsanteilen
Laden-Öffnungszeiten: MO-FR: 6.30-19 / SA: 7-14 / SO: 8-11 Uhr
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Termine

  • 21. Mai 2019
     Vorstandssitzung
  • 31. Dezember 2019
     Silvesterfeier
  • 29. Mai 2020
     Mitgliederversammlung

Termindetails siehe hier
Die DGH-Termine finden Sie hier
Öffnungszeiten Dorfladen siehe hier

Aufnahmeantrag

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Verlauf/Info

Jahreshauptversammlung 2019-2

31.05.2019 | Vorstand

Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2019-02 am 24.05.2019 ist jetzt online. Lesen/Downloaden

Jahreshauptversammlung 2019-1

17.03.2019 | Vorstand

Das Protokoll der Jahreshauptversamm- lung 2019-1 am 22. Februar 2019 ist auf der Downloadseite im Bereich "Öffentliche Protokolle" online. Lesen/Downloaden

Botschafter-Plakette des Landkreises für den Dorfladen

12.03.2019 | DIE HARKE

Linsburger feiern einjähriges Bestehen mit buntem Volksfest / Gemeinde gehört touristisch ab sofort zum Naturpark Steinhuder Meer. Artikel in DIE HARKE vom 12.03.2019. Lesen
20 Fotos ansehen

"Linsburger" zum ersten Geburtstag

01.03.2019 | DIE HARKE

Dorfladen feiert am 09. März 2019 mit Aktionen / Leseberg: "Es war ein turbu-
lentes Jahr".Lesen.

Jahreshauptversammlung 2019-1

24.02.2019 | Vorstand

Am 22.02.2019 fand die Jahreshauptver- sammlung 2019-1 statt. Kurzinfo siehe hier.

Neue Öffnungszeiten des Dorfladens

Februar 2019 | Vorstand

Eine umfängliche Analyse des Kaufver- haltens der Kundschaft hat zum Beschluß geführt, ab dem 01. März 2019 folgende neue Öffnungszeiten einzuführen:
Mo-Fr: 630 - 1900
Sa: 700 - 1400
So: 800 - 1100

Dorfladen Großmoor besucht den Linsburger Dorfladen

08.02.2019 | Pressemitteilung

Am 08. Februar 2019 war eine Abordnung des Dorfladens Großmoor in Adelheidsdorf beim Linsburger Dorfladen zu Gast. Pressemitteilung des Dorfladens Großmoor. 4 Fotos. Lesen

Vorstand berät eine Bürgerinitiative in Borstel

23.01.2019 | Neustädter Zeitung

Im Januar 2019 war der Vorsitzende des Dorfladen Linsburg w.V. in unserer Nach- bargemeinde Borstel und berichtete über die Erfahrungen während des Werde- ganges des Linsburger Dorfladens. Artikel in der "Neustädter Zeitung" vom 23.01.2019. Lesen

Dorfladen Linsburg präsentiert sich in der Plattenkiste

11.01.2019 | Vorstand

Am 09. Januar 2019 waren 3 Vorstands- mitglieder in der NDR 1 Plattenkiste zu Gast.Artikel lesen

Weinprobe "Rund um die Welt" im Linsburger Lindenhof

09.11.2018 | Marketing AG

Am Freitag, den 02. November, lud die Marketing AG des Linsburger Dorfladens zu einer Weinreise der etwas anderen Art in den gemütlichen kleinen Saal des Linsburger Lindenhofs ein. Unter dem Motto "Weinprobe rund um die Welt" stellte Jörg Menzel elf verschiedene Weine aus dem Nahkauf-Sortiment des Dorfladens vor. Lesen.

Ohne Café gäbe es uns nicht mehr

18.10.2018 | DIE HARKE

Ehrenamtliche Dorfläden sind eine besondere Herausforderung: Erfahrungs- austausch in Leese. DIE HARKE vom 18.10.2018. Lesen.

Ohne Penner-Renner-Liste geht's nicht

08.10.2018 | DIE HARKE

Linsburger Dorfladen zieht seine erste Bilanz nach einem halben Jahr: "Es ist Schwerstarbeit". Lesen.
   Info
Der Dorfladen Linsburg w.V. ist Mitglied im Dorfladennetzwerk/Bundesvereinigung multifunktionaler Dorfläden (BmD):
Der Dorfladen Linsburg ist beim "Projekt- netzwerk Ländliche Räume Nieder- sachsen" der niedersächsischen Landesre- gierung gelistet:
Wir unterstützen regionale Initiativen:

Dörfer ohne Zukunft? NEIN!

  • Autor: Alois Meyer, Ortsbürgermeister der Gemeinde Klausen, Mitglied des Kreistages Bernkastel-Wittlich. Vorstandsmitglied der BmD (Bundesvereinigung multifunktionaler Dörfer).
  • Link zum Original-Artikel: eifelzeitung.de
Eifelzeitung-Logo

Der letzte Laden hat längst geschlossen. Der Landarzt ist auch schon 70 und sucht seit Jahren vergebens einen Nachfolger. Die Bankfiliale und selbst der Geldautomat ist aus dem Dorf verschwunden. Die Politik scheint sich auch vom Land zu verabschieden. So plant man bereits an einer "Notversorgung" oder einem modernen "Rosinenbomberprojekt" fürs Land mit Drohnen, die die letzten Bewohner aus der Luft mit dem Notwendigsten versorgen.

Sieht so die Zukunft unserer Dörfer aus?

Lediglich 8% der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland wohnt in Dörfern unter 3.000 Einwohnern. Auch das ist wohl ein Grund, warum man die Landstriche abseits der großen Städte und Ballungsgebiete augenscheinlich schon aufgegeben hat. Die Politik stellt sich die Frage, ob Investitionen ins flache Land sich überhaupt noch lohnen. Versenkt man hier nicht viel Geld in Infrastruktur ohne Zukunft?

Es gibt Hoffnung fürs Land!

Nicht alle Dörfer und ihre Bewohner wollen sich in ihr düsteres Schicksal fügen. Sie haben erkannt, dass Hilfe von aussen nicht zu erwarten ist und nehmen ihr Schicksal deshalb selbst in die Hand.
Sie tun das mit der den Dörfern ureigensten Kraft, die umso größer ist, desto kleiner die Dörfer sind. Es ist die Kraft der lebendigen Dorfgemeinschaft, die Berge versetzen kann. Diese Kraft ist die letzte Hoffnung für die Dörfer. Wenn sie aktiviert und entfacht werden kann, dann ist im kleinsten Dorf alles möglich. Wo sie stirbt, sterben auch die Dörfer. Die Bewohner des Dorfes sind in erster Linie selbst verantwortlich für ein lebenswertes Dorf mit all den Faktoren, die das Leben im Dorf so viel attraktiver machen als ein Leben in einer anonymen Großstadt. Sie haben es selbst in der Hand, ob ihr Dorf den schleichenden Tod stirbt oder in eine hoffnungsvolle Zukunft schauen kann.

Der eigene Dorfladen als neuer Dorfmittelpunkt

Neben anderen wichtigen Einrichtungen der dörflichen Infrastuktur ist ein dorfeigener Laden Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Dorfentwicklung hin zu einem lebendigen Dorf.
Er ist ein Ort der Begegnung und der Kommunikation, ein Ort zur Pflege des sozialen Miteinanders. Der Dorfladen ermöglicht es, Vieles von dem, was über die Jahre den Rückzug aus dem Dorf angetreten hat, wieder zurückzuholen. Beispielhaft seien hier Postdienstleistungen oder die Nahvorsorgung mit Lebensmitteln zu nennen. Dabei muss ein erfolgreicher und überlebensfähiger Dorfladen mehr sein als Lebensmittel-Nahversorger. Er muss auch mehr sein als Notversorger für eine immer älter werdende Bevölkerung. Er muss auch wirtschaftlich erfolgreich sein, wenn er auf Dauer erhalten bleiben soll. Dass das im kleinsten Dorf möglich ist, zeigen einige (wenige) Beispiele, auch in Rheinland-Pfalz.

Dort, wo Dorfläden erfolgreich sind, ist dies in erster Linie auf den Willen der Dorfgemeinschaft zur Erhaltung und Gestaltung ihres eigenen Lebensumfeldes zurückzuführen. Wo Dorfläden scheitern, war die Dorfgemeinschaft nicht bereit, Verantwortung für dessen Erhalt zu übernehmen. Vielfach wird ein Dorfladen nicht von selbst, z.B. als privatwirtschaftlich, eigentümergeführter Laden entstehen. Die Privatwirtschaft wird die Probleme der Dörfer nicht beheben. Zu gering ist der zu erwartende Gewinn. Diese widrigen Bedingungen verhindern im Übrigen auch viele andere Entwicklungen in unseren Dörfern.

Deshalb muss die Dorfgemeinschaft die Geschicke selbst in die Hand nehmen. Modelle, an denen man sich orientieren kann, gibt es genug. Vom genossenschaftlich betriebenen Laden bis zum wirtschaftlichen Verein gibt es vielerlei Möglichkeiten. Voraussetzungen sind  Mut und Tatkraft, Personen, die sich zum Motor der Entwicklung machen und genügend Mitstreiter, die das Projekt zum Erfolg bringen. Ist der Dorfladen dann gestartet, dann liegt es an der Dorfgemeinschaft, den erfolgreichen und damit zukunftsfähigen Betrieb auf Dauer zu sichern.

Es ist relativ einfach - Jeder aus dem Dorf ist aufgerufen, durch seinen Einkauf im Dorfladen für seine wirtschaftliche Tragfähigkeit zu sorgen. Es ist dabei nicht damit getan, nur das im Dorfladen einzukaufen, was man in der Stadt beim Discounter vergessen hat. Es ist nicht damit getan, dass nur ein paar ältere Mitbürger im Dorfladen einkaufen, weil sie nicht mehr mobil sind. Es ist nicht damit getan, bei politischen Sonntagsreden von der Wichtigkeit der Erhaltung der dörflichen Infrastruktur zu reden, dann aber lieber bei Amazon und Doc Morris zu bestellen.

Nein, eine nennenswerte Anzahl von Mitbürgern und Familien müssen bereit sein, ihren wöchentlichen oder täglichen Grundeinkauf im Dorfladen zu tätigen. Wenn in einem Dorf mit 1.000 – 1.200 Einwohnern und 400 Haushalten jeder Haushalt in der Woche z.B. nur für 20 Euro im Dorfladen einkauft, so ergibt das einen Jahresumsatz von rd. 400.000 Euro. Das ist weit mehr, als zum Überleben des Dorfladens notwendig ist.  Warum gibt es dann so wenige Dorfläden, wenn ein Überleben des Ladens eigentlich doch so einfach wäre? Den Schlüssel hat die Dorfgemeinschaft in der Hand, nicht die Politik, nicht der liebe Gott und nicht sonst Jemand, nein, die Dorfgemeinschaft ganz alleine.

Wenn uns deshalb etwas an unseren Dörfern liegt, dann gibt es nur eine Chance für eine erfolgreiche Zukunft. Wir müssen die Dinge selbst in die Hand nehmen.
Dabei sind wir nicht alleine. Wenn sich die Dörfer untereinander solidarisieren und voneinander lernen und vor allem sich wieder auf ihre eigene Kraft zur Entwicklung und Gestaltung besinnen, dann wird es auch in Zukunft Dörfer geben, in denen es sich zu wohnen und zu leben lohnt.

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